Geile Früchtchen – Kandieren für Anfänger

Weihnachten ist ja nun eine Weile vorbei und was fällt da dem kleinen Küchenstückle ein? Natürlich… warum nicht einfach mal ausserhalb der Saison (Weihnachten) Früchte kandieren?!

Genaugenommen war die Idee, Deko für eine geplante Geburtstagstorte zu kreieren, und da sind mir spontan Orangen eingefallen, weil in die Torte sollte ein Orangencurd mit Alkohol.

Nach intensiver Internetrecherche, wie denn sowas anzustellen ist, habe ich das für mich funktionierende System entwickelt und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Achtung! Zubereitung nimmt 5-7 Tage in Anspruch!

Zitrusfrüchte kandieren (hier: Orange und Kumquat)

2 Orangen, Bioqualität, Schale verzehrbar

Handvoll Kumquats

ca. 600 g Zucker

500 ml Wasser

Topf

kleiner Teller

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Orangen in Scheiben oder die Schale in Streifen schneiden. Kumquats halbieren

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In einen kleinen Topf geben, mit 500 ml Wasser bedecken und ca. 100 g Zucker einstreuen.

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Langsam zum Kochen bringen. Ca. 5 min kochen lassen. Vom Herd nehmen und mit einem Teller bedecken. Die Früchte sollten unter dem Deckel sein.

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Abkühlen lassen und nach dem Abkühlen mindestens 8 h an einem kühlen Ort lagern.

Dann das Spiel von vorne!

In die vorhandene Flüssigkeit mit dem Obst ca. 100 g Zucker geben, langsam aufkochen lassen und ca. 5 min kochen. Vom Herd nehmen, Deckel drauf, abkühlen lassen, kühl lagern (nicht Kühlschrank).

Das macht man so oft, bis die 600 g Zucker weg sind.

Nach dem letzten Abkühlen und den letzten 8 h die Früchte aus dem Sirup nehmen. So gut es geht die Flüssigkeit abstreifen (klebrige Sache), ggf. Küchentücher zu Hilfe nehmen.

Auslegen und 2 Tage trocknen lassen. Dabei mehrmals wenden.

Wer mag, kann sie nach den 2 Tagen noch bei geöffneter Ofentür und ca. 80 Grad Umluft etwas trocknen. Bei meinen Bedürfnissen war das nicht nötig.

Erfahrungsgemäß halten sie sich mindestens 3 Wochen in einer geschlossenen (**pperdose) im Kühlschrank. Der Sirup (mit Orangengeschmack) ebenso.

Viel Spaß!

PS: heute nur ein kleiner Post. More to come 🙂

Wenn das Leben dir Zitronen gibt…

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mach Limonade draus…. oder eben einen Lemon Merengue Pie.

 

Vor ein paar Jahren habe ich mal einen Film gesehen, der irgendwie bei mir hängen geblieben ist. „Toast“, Liebe geht durch den Magen. Mit Helena Bonham-Carter (kennt bestimmt jeder)  und Freddie Highmore (der aus Charlie und die Schokoladenfabrik). Ich habe den Film vermutlich geschaut, weil ich britische Filme einfach mag… mir wurde erst während des Films bewusst, dass es um einen (mir unbekannten, aber wohl sehr berühmten) britischen Koch geht. Ein immer wieder kehrender, wichtiger Bestandteil des Films ist eine Lemon Merengue Pie, die mir wahnsinnig gut gefallen hat.

Jetzt bin ich zu einem würdigen Rezept gekommen, der wohl der Pie im Film in nichts nachstehen dürfte…. wir waren begeistert, auch wenn die Pie sehr, sehr süß ist.

Beides (Film und Pie) sind zu empfehlen.

Lemon Merengue Pie für eine 24 cm-Tarte-Form

Teig:

100 g Butter sehr kalt, in kleine Würfel geschnitten

40 g Pflanzenfett sehr kalt, in kleine Würfel geschnitten

200 g Mehl

etwas Salz

1 TL Zucker

75 ml eiskaltes Wasser

Alles schnell zu einem Teig verarbeiten und unbedingt mindestens 1 h kalt stellen. Der Teig ist wirklich klebrig.

Füllung:

150 g Zucker

50 Maisstärke

2 ganze Eier und 5 Eigelbe (Eiweiß wird für die Merengue gebraucht)

130 ml Zitronensaft

Abrieb v. mind. 2 Zitronen, gerne mehr

1 Prise Salz

120 g Butter, kalt und in Würfel geschnitten

Die trockenen Zutaten miteinander verrühren und nach Zugabe des Zitronensaftes und der verquirlten Eier/Eigelbe langsam in einem geräumigen Topf erhitzen. Solange beständig rühren, bis die Masse anzieht und zu stocken beginnt. Vóm Herd ziehen, wenn die Masse ungefähr die Konsistenz von Pudding hat.

Sofort die kalte Butter zufügen und glatt rühren. Abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Teig ausrollen, eine gebutterte Tarteform auskleiden, über den Rand hochziehen (hat bei mir nicht wirklich geklappt), mit einer Gabel einstechen (hab ich vergessen) und 15 min. bei 200°C blind backen. Dann die Backerbsen entfernen und nochmals 10 min. backen, bis der Teig goldgelb ist.

Auf den abgekühlten Boden die Zitronenmasse (Lemon Curd) geben.

Merengue:

5 Eiweiß (die von vorhin)

Prise Salz

150 g Zucker

Eiweiß mit dem Salz aufschlagen, teelöffelweise den Zucker zugeben und so lange schlagen, bis der Eischnee so fest ist, daß die Spitzen stehen bleiben. Das dauert etwas.

Dann den Eischnee auf die Tarte kuppelförmig aufstreichen und mit Hilfe eines Eßlöffels Spitzen nach oben ziehen.

Im Ofen bei 180°C 10-15 min backen, bis er oben anfängt zu bräunen, aber noch nicht zu dunkel ist.

2 Stunden durchkühlen lassen (mindestens).

Eher Nachspeise, denn Kuchen zum Kaffee….

Viel Spaß!