Tha mi cinneteach gum bi mi’a tillheadh do dh’Alba (3)

Aller guten Dinge sind drei. Nach diesem Beitrag soll vorerst mal Schluss sein mit meiner Schwärmerei für Schottland. Vielleicht habe ich ja mit meinen paar Bildern doch jemanden angefixt, mal nach Schottland zu reisen. Auch was das „normale“ Essen angeht: Wir haben nur 1 x wirklich, wirklich schlecht gegessen, hätten es besser wissen sollen und wollten aber nicht hören.

Das berüchtigte englische Frühstück kann man, muss man aber nicht. Wir wurden überall gefragt, in welchem Ausmaß wir das „real scottish breakfast“ haben wollen. Auf Haggis haben wir immer verzichtet (Schande über uns!), aber Herzschatz hatte tatsächlich einmal „black pudding“. Rührei, Schinken, Toast usw. gab es eh immer. Eines sei noch zu bemerken: Wir möchten bis Mitte August keine Pommes essen 🙂

Whisky haben wir tatsächlich nicht einmal getrunken. Aber der Geruch mancher Destille hat auch gereicht. Wir sind keine Whisky/Whiskey-Trinker. Wir haben aber welchen mitgebracht, der wird irgendwann in ruhiger Minute verkostet 🙂

Über Schafe können wir eine Doktorarbeit schreiben. Highland-Rinder sind super. Der Schotte an sich ist sehr, sehr nett und die Isle of Skye (Bild oben) ist so schön, dass man weinen möchte.

Im Sinne von „Deeds not Words“ hier noch mein vorerst letztes Rezept zum Thema Schottland (es werden irgendwann bestimmt noch welche folgen):

Millionairs Shortbread

Teig:

115 g gesalzene Butter

175 g Mehl (405)

55 g Rohrucker

Zügig zu einem Teig verkneten, ausrollen (Achtung klebt!) und eine eckige Form (ca. 23 cm Länge) auskleiden. Keinen Rand hochziehen! Ich habe eine kleine Alu-Auflaufform genommen. So ein eckiger Backrahmen geht aber auch.

Bei vorgeheizten 180 C ca. 25 min. backen. Jeder Ofen ist anders. Bei mir sind es knapp 20 min. gewesen.

Auskühlen lassen. Die Zeit kann man hervorragend nutzen um das Karamell herzustellen:

175 g ungesalzene Butter

115 g Rohrzucker

3 (4) EL Grafschafter Heller Sirup (im Original: Golden Syrup)

1 Dose (ca. 400 g) gezuckerte Kondensmilch (z.B. Milchmädchen-ich habe eine russische Marke=397 g)

Alles in einem Topf langsam erhitzen und rühren (brennt leicht an) – bis sich der Zucker und die Butter komplett aufgelöst haben. Dann die Hitze hochdrehen, bis die Masse anfängt zu kochen. Auf 116 C erhitzen lassen – wer kein Zuckerthermometer hat: das kann gut und gerne 10-15 min dauern. Auf den Kuchenboden gießen und komplett auskühlen lassen, am besten im Kühlschrank.

Topping:

200 g Zartbitter-Kuvertüre oder Schokolade im Wasserbad schmelzen. Vorsichtig auf das Karamell geben. Auskühlen lassen.

 

Da Anschneiden funktioniert mit einem „warmen“ Messer ganz gut. Leider springt bei mir trotzdem immer ein wenig die Schokoladenglasur.

Schmeckt in kleinen Stücken „yummy“, ist aber sehr mächtig.

Viel Spaß!

Zum Schluß noch ein paar Impressionen von Schottland – sorry…. kann es nicht lassen 😉

 

Tha mi cinneteach gum bi mi’a tillheadh do dh’Alba (2)

So. Teil 2. Als Beitragsbild zu sehen ist die erste Etappe unserer Rundreise. Ich wollte unbedingt die Kelpies sehen. Wer es nicht kennt: Es sind riesige Pferdeköpfe wie man sieht. Die Legende sagt, dass die Kelpies Wassergeister sind, die in vollendeter Schönheit den Kopf aus dem Wasser strecken und an Land kleine Kinder dazu bringen wollen, auf ihrem Rücken zu reiten. Wenn die Kinder dann aufgestiegen sind, gehen sie mit ihnen ins Wasser um sie unter Wasser zu fressen. Tja… damit will/wollte man Kindern beibringen nicht zu nah ans Wasser zu gehen. Bei den vielen Seen macht das in Schottland ja durchaus Sinn. Zimperlich ist der Schotte in seiner Ausschmückung nicht.

Als Rezept gibt es heute das Ayrshire Shortbread, Ayrshire ist der Ort in dem die Autorin des Backbuches „Simply Scottish Bakes and Cakes“ Karen H. Grieve lebt. Wer Shortbread kennt wird etwas überrascht sein. In diesem Shortbread fehlt zur Gänze der leicht salzige Abgang. Es ist ein sehr mürber, buttriger Keks. Der zum Tee oder auch zum Kaffee sehr lecker ist.

Rezept:

200 g Mehl

25 g Maisstärke

115 g ungesalzene Butter, in Würfel geschnitten

115 g Zucker

1 Eigelb

2 (3) EL Sahne – Die Angabe Tablespoon in UK ist etwas grösser als ein EL in Deutschland

Die Sahne mit dem Eigelb verquirlen.

Die restlichen Zutaten zügig zu einem Teig kneten, nur soviel von der Sahne Eigelb-Mischung zugeben, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Das kann man mit der Küchenmaschine machen, geht aber durchaus recht schnell von Hand.

Ca. 5 mm dick ausrollen, Kreise ausstechen (oder jede andere Ausstechform) und bei vorgeheizten 150 C backen, bis die Kekse goldbraun sind. Laut Buch dauert das ca. 15 min. Bei mir hat das wesentlich länger gedauert. Trotzdem wurden sie nicht so schön goldgelb wie im Backbuch. Wenn sie noch heiß sind, sind sie sehr zerbrechlich. Also gut auskühlen lassen. Ergibt 10 Stück. Bei mir: 11 große Kekse und den Rest in Streifen 🙂

Hier noch ein paar Fotos von unserem Trip durch Schottland…. viel Spaß. Mittwoch gibt es dann das Millionair Shortbread….

Tha mi cinneteach gum bi mi’a tillheadh do dh’Alba (1)

264Schottland ist schön. Wunderschön. So schön, dass man Schottland, die Landschaft, den Himmel und die Menschen zwar fotografieren kann, aber nicht wirklich im Bild festhalten. Das Gefühl, dass einen umgibt, kurz nachdem die Sonne aus den Wolken bricht – es kurz zuvor noch leicht geregnet hat, und man in einem Feenwald steht, kann man einfach nicht beschreiben. Dicht bewachsen mit Tannen, Farnen und Laubbäumen, die umgestürzten Reste uralten Gehölzes mit Moos überwuchert …. *hach*… herrlich.

Wer schon einmal in Großbritannien war weiß, dass der Brite an sich unfassbar freundlich ist. Höflich, korrekt und ein Meister im Schlangestehen. All diese Klischees haben sich nach meiner Erfahrung bestätigt. Der Brite in UK hat nichts mit dem Engländer auf Mallorca zu tun. Als würde er unter der Sonne transformieren 🙂

Ich war bereits mehrfach in London. Herzschatz ebenso. Deshalb fiel letztes Jahr der Entschluss, mal über den Tellerrand hinauszuschauen und eine kleine Rundfahrt durch Schottland zu planen. Dazu hatten wir Folgendes veranschlagt: Edinburgh (Ankunft + 1 Tag Edinburgh fix gebucht), dann Mietauto holen, 2 Nächte B+B auf eigene Faust suchen. Im Anschluß hatten wir 2 Übernachtungen auf einen Boat + Breakfast in Inverness (fix gebucht). Weiterfahren (inkl. Isle of Skye 1 x B+B), dann von der Isle of Skye Richtung Edinburgh (unterwegs 1 x B+B) um dann in Edinburgh den Mietwagen – der brav gespurt hat – abzugeben, danach noch einen ganzen Tag in Edinburgh zu verbringen, um am Folgetag wieder nach Hause zu fliegen.

Ich werde diesen Blog dazu nutzen, ein paar Erlebnisse, Eindrücke und natürlich meine Erinnerungen festzuhalten.

Zudem ist mein Plan, auch wieder ein (oder mehrere) Ur-Britische(s) Rezept(e) zu veröffentlichen, denn NATÜRLICH habe ich mir in Schottland ein Backbuch gekauft – alle Rezepte unter dem Motto Schottland werden aus diesem Backbuch sein. Erprobt, probiert und für gut befunden.

Soweit bis hier. Am Sonntag folgt Teil 2, falls alles klappt, dann auch mit dem ersten Rezept.