Netflix macht mich backen…..

Als bekennender Netflix-Junkie und Foodischist schaue ich gerne alle möglichen Back- und Kochsendungen. Großbritannienfan der ich bin, liebe ich „British Family Cooking Showdown“. Da ich bei Erscheinen dieses Beitrages in Inverness weile, dachte ich, die „Bakewell Tart“ aus Season 1 wäre was für heute 🙂

Kein klassischer Sonntag-Nachmittag-Kuchen, sondern ein „Tea-Time Treat“ ?! Schmeckt aber zu Kaffee ebenso hervorragend.

Das Rezept stammt von den Hairy Bakers

Teig:

280 g Mehl

1 Ei verquirlt

1 Eigelb

165 g Butter (kalt, Stücke)

65 g feiner Backzucker

Prise Salz

30 g gemahlene Mandeln

Alles – ausser den Eiern – miteinander verrühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Das Ei und das Eigelb zugeben und weiterrühren, bis ein geschmeidiger Teig zustande kommt. In Folie verpacken, 30 min kühlen. Herd vorheizen auf 180 C Ober-/Unterhitze.

Das Rezept ist für eine 23er Tarteform, er passt aber locker auch in eine 26er.

Nach der Kühlzeit den (leicht klebrigen Teig) mit Hilfe von Mehl auf Größe der Form ausrollen, in die (bemehlte) Form einlegen und einen Rand hochziehen. Den Rand mit Hilfe einer Gabel formen, einstechen und im vorgeheizten Ofen ca 15 min blindbacken. Die Backerbsen entfernen und noch etwas im Ofen lassen, bis der Teig die Feuchtigkeit verloren hat und nicht mehr glänzt. Auskühlen lassen.

Füllung:

300 g gemahlene Mandeln

130 g feiner Backzucker

6 Eier

Etwas Bittermandelaroma (oder Amaretto)

3 TL Himbeermarmelade (oder eine andere rote Marmelade)

(ich habe deutlich mehr benutzt und passiert – der Kerne wegen)

25 g Mandeln gehobelt (eine gute Hand voll)

Den Zucker und die gemahlenen Mandeln miteinander mischen und mit einem Handrührgerät die Eier und das Bittermandelaroma mit dem Zucker/Mandelgemisch vermixen.
Die ausgekühlte, vorgebackene Tarte großzügig mit der Himbeermarmelade bestreichen, darauf kommt die Mandel-Ei-Masse. Mit den gehobelten Mandeln bestreuen.

Nochmals für ca. 25 min backen. Auskühlen lassen. Mit ungesüsster Schlagsahne oder Vanilleeis sehr lecker.

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Viel Spaß!

Wenn das Leben dir Zitronen gibt…

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mach Limonade draus…. oder eben einen Lemon Merengue Pie.

 

Vor ein paar Jahren habe ich mal einen Film gesehen, der irgendwie bei mir hängen geblieben ist. „Toast“, Liebe geht durch den Magen. Mit Helena Bonham-Carter (kennt bestimmt jeder)  und Freddie Highmore (der aus Charlie und die Schokoladenfabrik). Ich habe den Film vermutlich geschaut, weil ich britische Filme einfach mag… mir wurde erst während des Films bewusst, dass es um einen (mir unbekannten, aber wohl sehr berühmten) britischen Koch geht. Ein immer wieder kehrender, wichtiger Bestandteil des Films ist eine Lemon Merengue Pie, die mir wahnsinnig gut gefallen hat.

Jetzt bin ich zu einem würdigen Rezept gekommen, der wohl der Pie im Film in nichts nachstehen dürfte…. wir waren begeistert, auch wenn die Pie sehr, sehr süß ist.

Beides (Film und Pie) sind zu empfehlen.

Lemon Merengue Pie für eine 24 cm-Tarte-Form

Teig:

100 g Butter sehr kalt, in kleine Würfel geschnitten

40 g Pflanzenfett sehr kalt, in kleine Würfel geschnitten

200 g Mehl

etwas Salz

1 TL Zucker

75 ml eiskaltes Wasser

Alles schnell zu einem Teig verarbeiten und unbedingt mindestens 1 h kalt stellen. Der Teig ist wirklich klebrig.

Füllung:

150 g Zucker

50 Maisstärke

2 ganze Eier und 5 Eigelbe (Eiweiß wird für die Merengue gebraucht)

130 ml Zitronensaft

Abrieb v. mind. 2 Zitronen, gerne mehr

1 Prise Salz

120 g Butter, kalt und in Würfel geschnitten

Die trockenen Zutaten miteinander verrühren und nach Zugabe des Zitronensaftes und der verquirlten Eier/Eigelbe langsam in einem geräumigen Topf erhitzen. Solange beständig rühren, bis die Masse anzieht und zu stocken beginnt. Vóm Herd ziehen, wenn die Masse ungefähr die Konsistenz von Pudding hat.

Sofort die kalte Butter zufügen und glatt rühren. Abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit den Teig ausrollen, eine gebutterte Tarteform auskleiden, über den Rand hochziehen (hat bei mir nicht wirklich geklappt), mit einer Gabel einstechen (hab ich vergessen) und 15 min. bei 200°C blind backen. Dann die Backerbsen entfernen und nochmals 10 min. backen, bis der Teig goldgelb ist.

Auf den abgekühlten Boden die Zitronenmasse (Lemon Curd) geben.

Merengue:

5 Eiweiß (die von vorhin)

Prise Salz

150 g Zucker

Eiweiß mit dem Salz aufschlagen, teelöffelweise den Zucker zugeben und so lange schlagen, bis der Eischnee so fest ist, daß die Spitzen stehen bleiben. Das dauert etwas.

Dann den Eischnee auf die Tarte kuppelförmig aufstreichen und mit Hilfe eines Eßlöffels Spitzen nach oben ziehen.

Im Ofen bei 180°C 10-15 min backen, bis er oben anfängt zu bräunen, aber noch nicht zu dunkel ist.

2 Stunden durchkühlen lassen (mindestens).

Eher Nachspeise, denn Kuchen zum Kaffee….

Viel Spaß!

 

 

Kleine Wünsche

Ganz selten werden hier von Herzschatz Wünsche geäußert, einen bestimmten Kuchen, oder eine bestimmte herzhafte Backware nochmals herzustellen. Gleichzeitig ist es aber so, dass natürlich schon auch in mir manchmal das Bedürfnis besteht, etwas sehr Leckeres nochmals zu backen.

Das passiert allerdings viel zu selten. Viele von Euch werden das kennen, da hat man einen „mottb“ (Mount of Things to bake) und vor lauter neuen Rezepten, die ausprobiert werden wollen, kommt man bei Arbeit, echtem Leben und anderen Dingen (Katzenvideos ;P) gar nicht dazu alles nochmals zu backen/kochen, was wirklich gut war.

Dieses Wochenende hatte sich aber Herzschatz vehement dafür ausgesprochen, seinen Lieblingsapfelkuchen zu backen.

Dieses Rezept kam mir vor bestimmt schon 5-6 Jahren in die Finger, keine Ahnung, warum ich auf der Homepage eines Frühstücksflockenherstellers rumgeturnt bin und mir Rezepte angeguckt habe ….

Hier kommt das Rezept für den ApplePie mit Frühstücksflocken:

Teig:

200 g kalte Butter in kleine Stückchen geschnitten

250 g Mehl

60 ml sehr kaltes Wasser

1 Prise Salz

Alles schnell zu einem Teig verarbeiten, in Folie wickeln und ca. 1 h kalt Stellen. Den Teig im Anschluß in 2 Hälften teilen, eine Hälfte dünn ausrollen, eine Tarteform (26 cm) damit auskleiden und einen Rand hochziehen. Der Teig lässt sich kalt sehr, sehr gut verarbeiten!

Füllung:

ca. 1 kg säuerliche Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden

80 g Frühstücksflocken (die Zuckerüberzogenen, da spart man sich…)

60 g Zucker

Zitronensaft

Prise Zimt

Prise Muskat

Alles miteinander vermengen, in die Tarteform füllen mit ein paar Butterflöckchen bestücken und die zweite ausgerollte Hälfte des Teiges drüberlegen. Den Rand verschließen.

Mit einem Eigelb bestreichen und ein Paar Luftlöcher einstechen

Bei ca. 180°C Umluft ca 35-40 min. backen.

Mangels Vanilleeis haben wir nur ungesüßte Sahne dazu gehabt.

Herzschatz war trotzdem zufrieden. Kleine Wünsche laufen hier halt manchmal nebenbei 🙂