Abzug in der B-Note

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Ja – long time no see…. das echte Leben und so…. Ihr wisst schon! Aber jetzt bin ich wieder da und gewillt, mich vom echten Leben nicht wieder so hopplahopp abbringen zu lassen für Monate das Kuechenstueckle zu vernachlässigen!

Die Weihnachtszeit war mehr stressig als erholsam, was auch zur Folge hatte, dass ich ausser dem obligatorischen Baumkuchen, nicht wirklich gebacken habe. Und wie jedes Jahr war es zu wenig Baumkuchen und nicht jeder, den ich eigentlich damit überraschen wollte, bekam auch welchen *shame on me*.

Am Freitag war ich aber wieder total in Backstimmung und dem sollte man ja auch nachkommen, wenn man schon Bock hat. Trotzdem wollte ich es einfach halten, deshalb fiel die Wahl auf die Riesenzimtschnecke.

Ich bewundere ja Leute, die (eben gerade auch zur Weihnachtszeit) sehr filigrane, stimmige, geschmackvolle und vor allem kleine Backwünderchen vollbringen. Meine Schwägerin gehört dazu und auch die ein oder andere Kollegin! Bewundernswert. Ich bin eher so der Typ: ich mach was in „groß“ und kann es dann klein schneiden *lach* Mit Ausstechförmchen und Co. kann ich nicht so. Ich bin nicht akkurat genug und verliere dann sehr schnell die Geduld. Man kann bei den seltenen Gelegenheiten dann ganz toll neue Schimpfwörter in unserer Küche hören.

Aber zurück zur Zimtschnecke

Hier mein Rezept zur großen Zimtschnecke:

500 g Mehl (405)

50 g Zucker

20 g Hefe

350 ml lauwarme Milch

90 g sehr weiche Butter

1/2 TL Salz

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zu einem geschmeidigen (und sehr klebrigen) Teig verarbeiten, an einem warmen Ort abgedeckt mindestens 1 h gehen lassen.

Nochmals durchkneten und zu einer langen Teigbahn ausrollen

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100 g weiche Butter mit

2 EL Zimt vermischen und die Teigbahn damit großzügig bestreichen. Nach Geschmack noch etwas Marmelade (ich: Beerenmixmarmelade) drauf klecksen

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Vorsichtigt aufrollen und in eine Springform (mit Backpapier ausgelegt) stellen. Im vorgeheizten (200 C Ober-/Unterhitze) Ofen ca. 30 min backen.

Vollständig auskühlen lassen und dann mit einer

Zimt

Puderzucker

Zitronensaft – Mischung glasieren.

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Man kann ihn jetzt wie einen Kuchen aufschneiden, oder wie wir in Scheiben.

Abzug in der B-Note gibt es bei mir, weil aufgerissen – wie man unschwer erkennen kann –

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Geschmacklich gab es nix zu meckern. Weil nur Zucker im Basisteig und in der Glasur ist, ist die Schnecke angenehm leicht süß.

Viel Spaß beim nachbacken…..

Was soll das? – Alexanderkuchen nach H.Grönemeyer

Als Zugpendler versucht man ja immer irgendwie die Geräusche auszublenden. Als ich vor ca. 6 Jahren das pendeln angefangen habe, war meine erste Anschaffung ein iPod. Mittlerweile nutze ich den fast nicht mehr, da ich fast nur noch Podcasts über mein Tablet höre, oder netflixe.

Da ich 5 Tage die Woche pendel, aber kein Podcast das alleine wuppen kann *g*, höre ich mehrere. Je nach Stimmung. Zur Zeit höre ich immer mal wieder eine Folge von „Alles gesagt?!“ – sehr empfehlenswert. Die Stimmen der beiden Moderatoren sind unfassbare Ohrenschmeichler 🙂

Diese Woche habe ich mir das „Interview“ mit Herbert Grönemeyer angehört. Und da bei diesem Podcast immer gegessen und getrunken wird, wurde hier unter Anderem der Lieblingskuchen von Herrn G. verkostet. Da er so geschwärmt hat, war natürlich meine Neugierde geweckt. Hier also das Ergebnis.
Alexanderkuchen n. H. Grönemeyer
Teig:

250 g Mehl (ich 405)

140 g Butter (kalt gestückelt)

2 schwach gehäufte EL Zucker

1 Prise Salz

1 Eigelb

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zügig zu einem Mürbteig verarbeiten, mind. 30 min kalt stellen, danach in zwei Hälften teilen und Teil 1 zwischen zwei Stück Backpapier ausrollen (so gut es ergeht, der Teig ist wahnsinnig brüchig) Teil 2 im Kühlschrank parken. Mit Hilfe des Backpapiers den Teig in eine Tarte-/ oder Springform v. ca 20 cm bugsieren und andrücken. Dabei einen etwa 2 cm hohen Rand stehen lassen.

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Füllung:

3 großzügige EL Aprikosenmarmelade

250 g Magerquark (ich 20%iger)

4 schwach gehäufte EL Zucker

1 Eigelb

Den Boden des Kuchens mit der Marmelade großzügig bestreichen, aber darauf achten, dass der Rand nicht mitbestrichen wird (ist mir nicht immer gelungen) – sonst klebt der Kuchen zu fest an der Form.

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Den Quark mit dem Ei und dem Zucker gründlich verrühren und auf die Marmelade geben. Auch hier den Rand (nach Möglichkeit frei lassen).

Wie vorher jetzt Teil 2 des Teiges ebenfalls zwischen dem Backpapier ausrollen und den Kuchen damit abdecken. Die Ränder gut verschließen. Das geht am besten mir den Fingern oder einer Gabel. Vorsichtig kleine Luftlöcher in den Deckel stupfen (Gabel).

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In den vorgeheizten Ofen 180 C Ober/Unterhitze etwa 40 min backen. Es kommt keine Eistreiche auf den Kuchen! Er sollte oben etwas bräunen, aber nicht zu sehr.

Nach dem Backen komplett abkühlen lassen, mit Puderzucker bestäuben und vorsichtig aus der Form lösen. Er ist nach wie vor sehr brüchig.

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Epilog:

Uns schmeckt er. Es ist jetzt nicht die hohe Kunst der Patisserie, aber doch sehr lecker zu Kaffee oder Tee. Der Aufwand hält sich in Grenzen und die Materialien hat man meist eh im Haus. Geschmacklich erinnert er mich etwas an Spitzbuben.

Viel Spaß!

Netflix macht mich backen…..

Als bekennender Netflix-Junkie und Foodischist schaue ich gerne alle möglichen Back- und Kochsendungen. Großbritannienfan der ich bin, liebe ich „British Family Cooking Showdown“. Da ich bei Erscheinen dieses Beitrages in Inverness weile, dachte ich, die „Bakewell Tart“ aus Season 1 wäre was für heute 🙂

Kein klassischer Sonntag-Nachmittag-Kuchen, sondern ein „Tea-Time Treat“ ?! Schmeckt aber zu Kaffee ebenso hervorragend.

Das Rezept stammt von den Hairy Bakers

Teig:

280 g Mehl

1 Ei verquirlt

1 Eigelb

165 g Butter (kalt, Stücke)

65 g feiner Backzucker

Prise Salz

30 g gemahlene Mandeln

Alles – ausser den Eiern – miteinander verrühren, bis ein krümeliger Teig entsteht. Das Ei und das Eigelb zugeben und weiterrühren, bis ein geschmeidiger Teig zustande kommt. In Folie verpacken, 30 min kühlen. Herd vorheizen auf 180 C Ober-/Unterhitze.

Das Rezept ist für eine 23er Tarteform, er passt aber locker auch in eine 26er.

Nach der Kühlzeit den (leicht klebrigen Teig) mit Hilfe von Mehl auf Größe der Form ausrollen, in die (bemehlte) Form einlegen und einen Rand hochziehen. Den Rand mit Hilfe einer Gabel formen, einstechen und im vorgeheizten Ofen ca 15 min blindbacken. Die Backerbsen entfernen und noch etwas im Ofen lassen, bis der Teig die Feuchtigkeit verloren hat und nicht mehr glänzt. Auskühlen lassen.

Füllung:

300 g gemahlene Mandeln

130 g feiner Backzucker

6 Eier

Etwas Bittermandelaroma (oder Amaretto)

3 TL Himbeermarmelade (oder eine andere rote Marmelade)

(ich habe deutlich mehr benutzt und passiert – der Kerne wegen)

25 g Mandeln gehobelt (eine gute Hand voll)

Den Zucker und die gemahlenen Mandeln miteinander mischen und mit einem Handrührgerät die Eier und das Bittermandelaroma mit dem Zucker/Mandelgemisch vermixen.
Die ausgekühlte, vorgebackene Tarte großzügig mit der Himbeermarmelade bestreichen, darauf kommt die Mandel-Ei-Masse. Mit den gehobelten Mandeln bestreuen.

Nochmals für ca. 25 min backen. Auskühlen lassen. Mit ungesüsster Schlagsahne oder Vanilleeis sehr lecker.

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Viel Spaß!